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Oskar Kokoschka

Pöchlarn/Niederösterreich 1886 - Montreux 1980


Der österreichische Künstler Oskar Kokoschka wird 1886 im niederösterreichischen Pöchlarn geboren. 1904 erhält Kokoschka ein Stipendium des Staats und kann an der Kunstgewerbeschule studieren. Während des Studiums entwirft er für die Wiener Werkstätte Postkarten, Fächer und Vignetten.
An der 1908 von der Wiener Secession und der Wiener Werkstätte gemeinsam veranstalteten "Kunstschau" nimmt auch Oskar Kokoschka teil. Neben Gobelinentwürfe stellt er Zeichnungen und Gouachen von Mädchenakten aus, letztere provozieren einen Skandal. Doch sowohl Gustav Klimt als auch der Architekt Adolf Loos werden auf den jungen Künstler aufmerksam. Besonders Adolf Loos ermutigt ihn, er nimmt ihn mit auf Reisen unterstützt in auch finanziell.
1910 lernt Kokoschka bei einem Aufenthalt in Berlin Herwarth Walden und den "Sturm-Kreis" kennen, für den er in den folgenden Jahren arbeitet. An der Kunstgewerbeschule in Wien ist Kokoschka 1912-13 Assistent und lehrt Aktzeichnen. 1912 beginnt Oskar Kokoschka in Wien eine leidenschaftliche Beziehung mit Alma Mahler, Witwe des Komponisten Gustav Mahler. Die Trennung von ihr im Jahr 1915 macht ihm schwer zu schaffen und er wird depressiv.
Im Ersten Weltkrieg dient Oskar Kokoschka freiwillig als Soldat, er wird 1915 schwer verletzt. 1919 wird er als Professor an die Kunstakademie in Dresden berufen. Ab etwa 1920 beginnt der künstlerische Erfolg von Oskar Kokoschka. Zudem sichern das Dresdner Professorengehalt bis 1923 sowie der Galerievertrag mit Bruno Cassirer das monatliche Einkommen.
Oskar Kokoschka hat vor allen Dingen als Porträtist großartige Werke geschaffen. Ohne Rücksicht auf Schönheit oder mimetische Ähnlichkeit des Dargestellten gelingt ihm eine psychologische Durchdringung der jeweiligen Person. Ab 1921 entstehen auch vermehrt Stadtansichten.
Nach dem Tod des Vaters verlässt Kokoschka Dresden und kehrt nicht wieder zurück, auch seine Professorentätigkeit nimmt er nicht wieder auf. Ab 1924 hält sich Oskar Kokoschka öfter in Paris auf, er unternimmt zahlreiche Reisen durch Europa, den Nahen Osten und Nordafrika. 1933 ist Kokoschka wieder in Wien, flieht aber bald schon vor den drohenden politischen Geschehnissen nach England. In der Ausstellung "Entartete Kunst" in München werden 1937 acht seiner Werke gezeigt. Als Reaktion darauf entsteht das Bild "Selbstbildnis als entarteter Künstler". 1947 nimmt Kokoschka die britische Staatsbürgerschaft an.
Neben seinem malerischen Werk ist Oskar Kokoschka auch Dichter. 1908 veröffentlicht er den Gedichtband "Die träumenden Knaben", den er auch illustriert. Es entsteht der Einakter "Sphinx und Strohmann". In der Zeitschrift "Der Sturm" erscheint das expressionistische Bühnenstück "Mörder, Hoffnung der Frauen".
Nach dem Krieg lebt Kokoschka in Villeneuve am Genfer See. 1953-63 leitet er die Salzburger Sommerakademie "Schule des Sehens".
Oskar Kokoschka stirbt am 22.2.1980 im schweizerischen Montreux.


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